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Kunstwerke aus Zartbitter

Geschrieben von Andreas Orth am 15. August 2010
Kunstwerke aus Zartbitter

Weil Regensburg anfangs des 19. Jahrhunderts der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit drohte, sann Ludwig I. auf Abhilfe und liess die Walhalla und die Befreiungshalle bauen. Ebenso sorgte er für die Vollendung der beiden Türme des Regensburger Domes.

Zum Jubiläum „360 Jahre Bischofshof“ beauftragte die gleichnamige Brauerei aus Regensburg nun den Konditormeister und Juniorchef des Hotels zur Heimat in Weiden, Josef Heining, mit dem Nachbau der beiden Bauwerke aus Schokolade.

Zusammen mit seinem Freund und Kollegen Matthias Mittermeier arbeite sich Heining zunächst in die Architektur der beiden Gebäude ein, denn wie beim echten Hausbau ist die richtige Statik Voraussetzung dafür, dass später nicht alles in sich zusammenfällt.

Nach Plänen der Stadt Regensburg entschied sich Heining für Modelle im Maßstab 1:40, die auf einem Unterbau auf einer Sperrholzplatte und Gips modelliert wurden. Um eine hohe Stabilität zu gewährleisten, wurden Schokoladenplatten mit 70% Kakaobutter verwendet, Aus Modellierschokolade, die sich bei 30 Grad wie Knetmasse formen lässt, entstanden die Feinheiten.

Insgesamt wurden 118 Säulen aus Schokolade gegossen, 500 Kilogramm Schokolade wurden „verbaut“ und der Arbeitsaufwand belief sich auf etwa 400 Stunden.

Nach soviel Liebe zum Detail werden die Kunstwerke selbstverständlich nicht einfach verspeist.

Anfang Juni 2010 wurden diese zugunsten des Vereins „Welterbe Kulturfonds Regensburg – Die Förderer“ meistbietend versteigert. Es bleibt zu hoffen, dass die aussergewöhnlichen Schokoladen-Kunstwerke den tropischen Sommer unversehrt überlebt haben.

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    4 Responses zu “Kunstwerke aus Zartbitter”

    1. Stefanie sagt:

      Was sie wohl damit gemacht haben?! Schokolade wird ja nach einer gewissen Zeit auch leicht weiß. Naja, zum Essen wäre es definitiv zu schade gewesen – wobei die Gebäude bestimmt sehr schmackhaft wären.

    2. Manuel sagt:

      Wow coole Sachen. Aber eigentlich zu schade die arme Schokolade :-)

    3. Kurt Braun sagt:

      Das sieht ja grandios aus!

    4. Andreas sagt:

      Ich bin in beiden Originalen schon gewesen und muss sagen, dass die wirklich architektonisch absolut überragend sind. Wirklich beeindruckend davor bzw. drin zu stehen.
      Das ganze auch noch in Schokoladenform verpackt, lässt mich einfach nur erfurchtsvoll erstarren. Das ist kein Handwerk mehr, das ist Kunst. Aber was tun damit? Anknabbern wie das Lebkuchenhaus der Hexe? Bitte nicht!

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